Du hast dir mal wieder zu hohe Ziele gesteckt und sie nicht erreicht? Das kann ganz schön frustrierend sein. Wir zeigen dir, wie du in Zukunft deine Ziele anhand der SMART-Methode richtig formulieren und erreichen kannst. Einfach, strukturiert, ohne überfordert zu sein.

Was ist die SMART-Methode?

SMART-Methode

Die SMART-Methode kommt eigentlich aus dem Projektmanagement und ist eine strukturierte Herangehensweise zur Formulierung von Zielen. Als Student hast du eine grobe Ahnung von dem was du erreichen willst, hast jedoch selten eine konkrete Vorgehensweise oder einen Plan zur Zielerreichung entworfen. Das kann dazu führen, dass du dir unrealistische Ziele setzt oder vor lauter Aufgaben nicht mehr die Ziellinie im Blick behältst.

Im Fokus der SMART-Methode steht die klare Definition von Zielen. Denn nur so kannst du messen, wie erfolgreich du warst. Eine strukturierte Herangehensweise kann vor allem bei größeren Projekten, wie einer Master- oder Bachelorthesis, ein echter Wegweiser und eine erhebliche Erleichterung sein. Das Akronym SMART steht für 5 Kriterien, die zur Definition und Formulierung von Zielen herangezogen werden: [1-2]

  • S – Spezifisch
  • M – Messbar
  • A – Attraktiv
  • R – Realistisch
  • T – Terminierbar

Die fünf Kriterien

Die 5 Elemente der SMART-Methode

S- Spezifisch: Ziele sollen spezifisch von dir formuliert werden. Was bedeutet das? Du solltest bei der Formulierung deiner Ziele darauf achten diese konkret und präzise auszudrücken. Denn schwammige Beschreibungen können dazu führen, dass du nicht klar auf dein Ziel hinarbeitest. [1-2]

Beispiel: Der Satz „Ich will bessere Noten“ ist zu unspeziefisch formuliert. Willst du bessere Noten in einem bestimmten Fach oder deinen gesamten Schnitt anheben? Besser wären konkrete Formulierungen, wie: „Ich will in Modul XY eine bessere Note.“

M – Messbar: Damit du im Nachgang messen kannst wie erfolgreich du warst, ist es wichtig dein Ziel messbar zu formulieren. Die quantitative Komponente im Satz macht dein Ziel bewertbar. [1-2]

Beispiel: Der Satz „Ich will in Modul XY eine bessere Note“ lässt die Frage offen, was eine bessere Note für dich bedeutet. Besser wäre es zu schreiben: „Ich will im Modul XY mindestens eine 2,0 als Note bekommen.“

A – Attraktiv: Ein unterschätztes Kriterium bei der SMART-Methode ist die Attraktivität des Zieles. In diesem Zuge wird auch gerne von der Akzeptanz bzw. Erreichbarkeit eines Zieles gesprochen. Ziele sollten motivierend auf dich bzw. andere wirken. Das kannst du erreichen, indem du die Vorteile der Erreichung des Zieles bei der Formulierung klar herausstellst. [1-2]

Beispiel: Wenn ich im Fach XY eine bessere Note schreibe, verbessert sich mein Notendurchschnitt und folglich steigen meine Berufschancen.

R – Realistisch: Wenn du deine Ziele formulierst, sollten sie realistisch sein. Du solltest dir beispielsweise nicht vornehmen im Fach XY sofort eine 1,0 zu schreiben. Zu hoch gesteckte Ziele können dich schnell demotivieren. [1-2]

Beispiel: Du willst deinen Notendurchschnitt von 2,5 anheben und formulierst folgendes realistisches Ziel: „Ich will im Modul XY mindestens eine 2,0 als Note.“

T – Terminierbar: Das letzte wichtige Kriterium ist nach der SMART-Methode das Terminieren von Zielen. Das heißt, du solltest dir Deadlines für deine Ziele setzen, sodass der Zeitraum überschaubar ist. [1-2]

Beispiel: Du weißt, dass die Klausur des Moduls XY am 20. März geschrieben wird und terminierst deine Zielbeschreibung: „Ich will im Modul XY am 20. März mindestens eine 2,0 als Note erreichen.“

Kritik

Ob die SMART-Methode genau das Richtige für dich ist, musst du selbst herausfinden. Vielen Menschen hilft diese Technik, um ihre Ziele klar zu definieren. Anderen fällt es schwer ihre Ziele auf die 5 Determinanten herunterzubrechen, da darüber hinaus viele andere Einflussfaktoren in den Erfolg der Zielerreichung miteinfließen.

Wie du smarte To-do-Listen erstellen kannst

Nachdem du die SMART-Methode kennengelernt hast, kannst du dieses Wissen nutzen, um deine To-do-Listen clever zu erstellen. To-do-Listen können ein gutes Tool sein, um deine Aufgaben zu organisieren. Dennoch ist bei der Benutzung von To-do-Listen Vorsicht geboten, da sie bei falscher Benutzung schnell zum Verhängnis werden können. Damit du mit deiner To-do-Liste direkt voll durchstarten kannst, zeigen wir dir, welche Top fünf Fehler du auf jeden Fall vermeiden solltest.

Die 5 häufigsten Fehler beim Führen einer To-do-Liste

1. Fehler: Zu viele Aufgaben

Auf die To-do-Liste gehören nur Aufgaben, die wirklich welche sind: Sowas wie „Checken des Instagram-Profils von Influencer X“ hat nichts auf einer To-do-Liste zu suchen. Du bläst deine To-do-Liste nur unnötig auf und verlierst den Überblick. [3-4]

2. Fehler: Sich zu viel vornehmen

Wie du anhand der SMART-Methode weißt, ist es wichtig die Aufgaben bzw. Ziele präzise zu definieren. Das bedeutet, dass du nicht auf deine Aufgabenliste die To-do „Bachelorarbeit schreiben“ aufnehmen solltest. [3-4] Es ist wichtig, deine Aufgaben in kleinere To-dos aufzuteilen, denn nur so kannst du dir realistische Ziele setzen. Zum Beispiel:

  • Recherche zur Gliederung der Thesis
  • Aufstellen der Gliederung
  • Recherche zu Gliederungspunkt X
  • 2 Seiten zu Gliederungspunkt X schreiben
  • usw. …

3. Fehler: Keine Deadlines definieren

Sehr beliebt ist es ebenfalls, sich alle Aufgaben ohne Deadline zu notieren. Damit förderst du Aufschieberitis, da die Aufgaben ohne (künstlichen) Zeitdruck eher liegen gelassen werden. Ein großes Learning aus der SMART-Methode ist die Deadline als Motivation zu nutzen. Du schaffst dir einen überschaubaren Bearbeitungszeitraum, was die Aufgabe folglich greifbarer macht. Darüber hinaus beugst du Stress und Überforderung vor, indem du deine Aufgaben rechtzeitig terminierst und sie im Blick behälst. [3-4]

4. Fehler: Schwammig formulierte Aufgaben

Wenn du deine Aufgaben nicht konkret runterschreibst, weißt du nicht wann du die Aufgabe endlich abhaken kannst. Präzise formulierte Aufgaben geben dir die Möglichkeit dich besser auf das Ziel zu konzentrieren. Stell dir vor du schreibst deine Bachelorarbeit und möchtest Teilnehmer für eine Umfrage generieren. Wenn du dir als To-do aufschreibst „Teilnehmer für Umfrage generieren“ weißt du nicht, wann du die Aufgabe erledigt ist. Präziser wäre es zu schreiben „20 Teilnehmer für Umfrage generieren“. [3-4]

5. Fehler: Keine Prioritäten setzen

Wenn du dir keine Prioritäten setzt, kannst du schnell bei wichtigen Aufgaben unter Zeitdruck geraten. Aus diesem Grund ist es wichtig Aufgaben innerhalb deiner To-do-Liste klar zu priorisieren und die wichtigen Aufgaben zuerst zu machen. Zum Beispiel ist es wichtiger dich auf das morgige Seminar vorzubereiten als die Wohnung staubzusaugen. [3-4]

Wenn du wissen willst, wie du deine Prioritäten richtig setzt, solltest du dir den Artikel über die Unterscheidung der Aufgaben in Wichtigkeit und Dringlichkeit unbedingt anschauen.

Fazit

Wird die To-do-Liste richtig angewendet, ist sie eine bewährte Methode, um den Alltag zu strukturieren. Außerdem bietet die To-do-Liste einen Ort, um alle möglichen Aktivitäten abzulegen und den Kopf frei zu bekommen. Kombinierst du die Learnings der SMART-Methode mit deiner Aufgabenliste, steht deinem Erfolg nichts mehr im Wege.

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Das Akronym SMART steht für:
3. Der Satz "Ich will in Mathe mindestens eine 2.0 schreiben.", ist:
4. Welche Aussagen zur To-Do-Liste stimmen?
5. Bei To-Do-Listen ist es wichtig...
Quellen

[1] Schumacher, T. (o. J.). Onlinequelle. SMART-Ziele – Klare Ziele setzen mit der SMART Methode. Erreichbar unter: https://www.bachelorprint.de/methoden-konzepte/smart-ziele/. Abruf am: 08.12.2020.

[2] Mai, J. (2020). Onlinequelle. SMART-Methode: Ziele richtig setzen und erreichen. Erreichbar unter: https://karrierebibel.de/smart-methode/#:~:text=Ein%20nach%20der%20SMART%2DMethode,es%20alle%20f%C3%BCnf%20Kriterien%20erf%C3%BCllt. Abruf am: 08.12.2020.

[3] Peters, G. (2020). Onlinequelle. Diese 6 Fehler machen Ihre To-do-Listen nutzlos. Erreichbar unter: https://www.impulse.de/management/selbstmanagement-erfolg/fehler-to-do-listen/7487572.html?conversion=ads. Abruf am: 08.12.2020

[4] Reichel, T. (o. J.). Onlinequelle. 5 To-do-Listen-Fails, die deine Produktivität killen – und wie du sie vermeidest. Erreichbar unter: https://www.studienscheiss.de/to-do-listen-fails/. Abruf am: 08.12.2020.